Jetzt gehts aber los! Google Drive ersetzen? Wieso das denn?
Wir nutzen dafür drei Tools:
- Syncthing
- FileRun
- OnlyOffice
Für Notizen oder andere „einfache“ Dokumente steigen wir von Gdoc, Googles proprietärem Dokumententyp, auf Markdown um.
Wieso Markdown? Markdown ist enorm verbreitet, hat eine große Fangemeinde, sehr einfach zu lernen und zu nutzen, und bietet für jede erdenkliche Plattform Clients an.
Auf dem Linux Server
Syncthing
FileRun
Wir möchten auch per Webbrowser Zugriff auf die Daten haben. Das realisieren wir mit FileRun. Wieso FileRun und nicht Nextcloud oder Owncloud?
Ganz einfach. Sowohl Nextcloud als auch Owncloud scannen die Ordner die sie auslesen nicht automatisch. D.h. dass sie nur Dateien anzeigen, welche auch direkt über die Next- oder Owncloud Clients hochgeladen wurden. Laden wir eine Datei manuell per FTP, oder eben per Syncthing, auf den Server, so wird diese nicht in Nextcloud- oder Owncloud angezeigt. Für beide Systeme existieren nur solche Dateien, welche sie selbst abgespeichert haben.
Das wäre an sich nicht so schlimm, ist es aber dann, wenn ich gerne per Smartphone Dokumente bearbeiten würde. Das ist in beiden zugehörigen Apps aber nicht möglich, weswegen diese für mich nicht so funktionieren wie ich es möchte.
FileRun hingegen ist es völlig wurscht woher die Dateien kommen. Es scannt regelmäßig einfach alle Daten in dem angegebenen Ordnern und zeigt diese eben an, egal ob sie per Syncthing, per FTP, WebDav oder sonst wie da hin gekommen sind. Das macht FileRun ideal für meine Zwecke, denn ich kann alle Dateien lokal mit dem Editor meiner Wahl bearbeiten, diese dann via Syncthing in den FileRun Ordner syncen lassen und zack, sind sie auch via Webbrowser unter meiner Domain verfügbar und editierbar.
P.S.: Kleiner Tip am Ende. Sowohl FileRun als auch Syncthing legen Ordner an, welche mit einem Punkt beginnen (bspw. „.filerun.trash“), und für File-Versionierung bzw. den Papierkorb genutzt werden. Beide Programme (Markor, s.u., übrigens auch) verstehen auch, dass diese Ordner nicht angezeigt werden sollen. Einzig die Datei „.stignore“, die Syncthing einmal anlegt um die Schreibrechte zu prüfen, zeigt FileRun dennoch an. Das lässt sich aber tatsächlich sehr leicht deaktivieren:
OnlyOffice
Auf dem Windows PC
SyncTrayzor
Quasi die Windows-GUI für Syncthing. Bietet alles was man braucht, ist simpel zu installieren.
Typora
Als Markdown-Editor nutzen wir Typora. Hier können wir in den Optionen als Start-Ordner direkt den Syncthing Ordner angeben, wodurch wir sofort lostippen können.
Auf dem Android Smartphone
Syncthing
Für Syncthing erstellen wir einen eigenen Ordner.
Markor
Meiner Meinung nach der beste Markdown Editor, welche alle Funktionen unterstützt die wir wollen. Viele Markdown Editoren legen ihre eigenen Dateipfade an, mit Markor können wir als Home-Verzeichnis das Syncthing Verzeichnis angeben, wodurch wir immer sofort dort sind wo wir sein wollen.
Auch können wir aus dem Interface heraus direkt Ordner anlegen, oder andere Dateiformate anwählen, und werden nach der gewünschten App zum Öffnen gefragt. Sehr praktisch. Quasi wie ein eigener kleiner File Explorer mit direktem Editieren von Markdown Dateien.